Laufen in Hamburg
Bramfeld Halbmarathon 2009: Start HM, Kehre ca. km 3,5, Einlaufen vor HM-Start, Start 5 km
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Kolumne vom 30.03.2010: Richtungs- und Generationswechsel beim HLV (Update 30.3.)

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Info Kalender1 Veranstaltungen 10 Bild(er)

Ein außerordentlicher Verbandstag, bei dem es in erster Linie um eine Satzungsneufassung und Ehrungen geht – das hört sich an, als ob der Hamburger Leichtathletikverband zuviel Bürokratie im Kopf hätte. Tatsächlich schrieb sich die Hamburger Leichtathletik gestern aber eine neue Richtung ins Programm. Man muss sich fragen, ob die Mitglieder das in der vollen Tragweite wahrgenommen haben, denn immerhin ging es um die ganz formelle Absegnung der Drehung weg vom Amateur- und Breitensport hin zum Leistungssport – was erstaunlich wenig diskutiert wurde. Wer auf Kaderebene läuft oder sprintet, wird seine Freude an der "Vision 2016" (Olympia in Rio) haben. Für de Hamburger "Otto- Normalvolks- oder Straßenläufer" hingegen gibt es keine neuen Perspektiven – nur aufgebende Veranstalter, sinkende Teilnehmerzahlen, und das (finanzielle) "Sorgenkind" Marathon. Die Abstimmungsergebnisse ließen aber keinen Zweifel daran, dass die neue Linie hin zum Leistungssport von den Mitgliedern befürwortet – oder zumindest "geschluckt" - wird.Die "neue Linie" wird besonders durch das Duo aus dem vor einem Jahr zum Verbandspräsidenten gewählten Wolfgang- Müller- Kallweit, 42, politikerfahrener CDU- Bürgerschaftsabgeordneter, und dem Geschäftsführer und Sportmanager Frank Thaleiser, der u.a. über die "Vision 2016" (Hamburger Athleten bei Olympia) den Leistungs- und Hochleistungssport forcieren will, repräsentiert. Auf der anderen Seite stehen altgediente Vereins- und Volkslaufvertreter, auf der Sitzung prägnant durch den "Vater des hanse-Marathon" Wolfgang Kucklick vertreten, fast so alt wie Müller-Kallweit und Thaleiser zusammen und satte fünfzig Jahre in der Hamburger Leichtathletik verdienstvoll tätig gewesen. Zu Beginn wurden Kucklick, ebenso wie Erwin Rixen langjähriger Ex-Präsident des HLV, geehrt, Rixen mit dem Amt des Ehrenpräsidenten, Kucklick mit dem Ehrenring. Weitere Ehrungen [2][3][4][5] gingen an (Update 30.3.: jetzt vollständig): Mark Schepanski (LG HNF), Veranstalter der Süderelbe-Halbmarathons und weiterer Läufe, der allerdings nicht anwesend war und außerdem seine Veranstaltertätigkeit 2011 beenden will, Rolf Bumann (TuS Holstein Quickborn), dessen Winterlaufserie mangels Nachfolger mit ihm in den Ruhestand geht, Renate + Harry Heinisch (tuS Berne, u.a. Winterlaufserie), Martina Lutter-Baumann (Geschäftsstelle HLV), Klaus + Renate Timm, TuS Berne, Sven Kuus, SV St. Georg. - Mit seiner Ehrung ließ es Kucklick allerdings nicht bewenden. Stattdessen begann er sogleich die vom Präsidium vorgeschlagene neue Verbandssatzung zu zerpflücken. Was das Präsidium denn geritten habe, den Verbandsbeirat (neu: Verbandsrat) "aller Funktionen zu entblößen?". Müller-Kallweit dagegen sah nur eine "Verabschiedung von einer präsidial geprägten Verbandslandschaft" und eine "Trennung von Exekutive und Aufsicht". Darüber entzündete sich eine Diskussion, die die halbe Verbandssitzung lang andauerte, und über die diverse andere Änderungen der Satzung, die für die aktiven Sportler wohl relevanter sind, gar nicht mehr weiter angesprochen wurden. So entfällt das "Bekenntnis zum Amateurgedanken" (§1 4 der alten Satzung), die Förderung des Leistungssports wird gleich 2x (als Verbandszweck und -aufgabe) mit aufgenommen, samt der im Freizeitsport bislang kaum relevanten Dopingbekämpfung, die Förderung und Durchführung von "freizeit- und breitensportlichen Angeboten" und Veranstaltungen kann jetzt satzungsgemäß an Vereine und/oder Subunternehmer ausgegliedert werden, was beim Hamburg-Marathon ohnehin schon seit Jahren praktiziert wird, und statt "Vereine angrenzender Gemeinden“ können jetzt gleich "Vereine angrenzender Bundesländer" Mitglied werden. (Den SHLV wird’s "freuen".)
Trotz Opposition: Letzendlich wurde die neue Satzung mit 97 von 104 anwesenden Stimmen angenommen. Der Weg zum Leistungssport ist damit zumindest der Form nach frei. Rund um das von Thaleiser referierte Konzept "Olympia 2016" - Hamburger Athleten sollen in Rio antreten – ist die Idee, durch Erfolge in der Spitze die Breite zu motivieren, in der Jugendleichtathletik (u.a. Ausbau des Sprint-Wettbewerbs "Rapido"), und im Erwachsenenbereich eben durch den Aufbau von Leistungssportlern für Olympia 2016. Ob sich die Breite durch technische Disziplinen wie Hürdenlauf motivieren lässt, sei einmal dahingestellt. Im Bereich Langstrecken- Laufdisziplinen ist jedenfalls bislang kein hochleistungssportliches Vorbild in Sicht. Immerhin, die Jahnkampfbahn soll ausgebaut und auch der "Brandschaden" Hammer Park Stadion beseitigt werden. Davon könnten auch die Nicht-Kader- Läufer profitieren – sofern ein Gerangel mit Kaderathleten um Platzzeiten, wie jüngst in der Leichtathletikhalle, ausbleibt.
Womit das alles finanziert werden soll, blieb vage. Eine Altlast von 100000 Euro Steuerschulden aus 2007 musste in 24 Monatsraten an das Finanzamt "abgestottert" werden. Immerhin, trotzdem gab es für 2009 ein Plus von ca. 3500 Euro. Der Haushaltsentwurf für 2010 wurde, ebenso wie der Antrag auf Entlastung des Präsidiums, ohne Gegenstimmen angenommen. Lediglich die hinter dem Podium aufgehängte HLV Verbandsflagge rutschte während des Vortrags zur Finanzlage herunter. Ob das ein bedeutungsvolles Vorzeichen war, wird die Zukunft zeigen.


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