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Kolumne vom 03.11.2004: Ohrfeige für den Hamburger Leichtathletikverband: Arne Gabius verläßt Hamburg

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Erst letzte Woche kündigte Ingo Schultz, einziger Hamburger Läufer im Erwachsenenbereich auf internationalem Niveau, seinen Wechsel (voraussichtlich) zu Bayer Leverkusen an.

Nun wird auch Arne Gabius, LAV Hamburg Nord und der letzte verbliebene Hamburger Läufer im deutschen Erwachsenen- Spitzenbereich, seinen Verein wechseln, wie er soeben in einer Pressemitteilung ankündigte.

Der 23jährige Medizinstudent gibt als persönlichen Grund die geplante Fortsetzung seines Studiums ab dem Sommersemester 2005 nach dem Physikum in Tübingen an.

Vor allem sind es aber sportliche Gründe, deren Ursachen seit Jahren bekannt und die auch für Ingo Schultz' Weggang maßgeblich sind und die auch Gabius zu einem Standortwechsel bewegen:

(1) Mangel an Trainingspartnern. Arne Gabius ist im Hamburger Langstreckenbereich einsame Spitze - im wahrsten Sinne des Wortes. Das ist einer Leistungssteigerung eher abträglich, so Gabius:
Seit 2 Jahren stagnieren meine Zeiten über 1500m und 5000m - zwar zugegeben auf hohem Niveau. Aber ich möchte doch herausfinden, ob ich mich noch weiter steigern kann. Hier in Hamburg habe ich meistens alleine trainieren müssen, da ich keine geeigneten Trainingspartner hatte. Mein Tempotraining auf der Bahn hat mein langjähriger Trainer Gerd Seemann bei Wind und Wetter beobachtet und mir mental geholfen. Doch möglichst gleichwertige Trainingspartner sind durch nichts zu ersetzen, was man z.B. an den Läufern aus Kenia sieht. Und in Tübingen kann ich z.B. mit Filmon Ghirmai, dem Deutschen Meister über 3000m Hindernis, und Wolfram Müller, dem Athenstarter über 1500m, trainieren. Beide kenne ich von gemeinsamen Wettkämpfen und Trainingslagern. Und ich glaube, dass das zukünftige gemeinsame Training uns neue Bestleistungen bringt.

(2) Volksläufe boomen, die Bahnleichtathletik und das leistungsorientierte Laufen nicht. Im letzten Sommer fiel das Leichtathletikmeeting der LG Hammer Park dem Rotstift zum Opfer. Mit Konsequenzen - mittlerweile muß man zum Leistungsvergleich der Konkurrenz schon vor dem Start hinterherlaufen, bzw. hinterherreisen:
Da hier in Norddeutschland kaum große Leichtathletikmeetings stattfinden, musste ich vielfach reisen. Glücklicherweise hat mich der Walddörfer SV (WSV) mit seinem Leistungsförderungsfond und auch die LAV Nord HH immer finanziell so unterstützt, dass ich z.B. in Kassel, Cottbus, Köln oder Heusden/Belgien starten konnte. Auch wurde mir ermöglicht, an Höhentrainingslagern im Ausland teilzunehmen und bei diversen Deutschen Meisterschaften zu starten und dementsprechend Hamburg zu vertreten. Fünfmal bin ich bei Deutschen Jugend- und Juniorenmeisterschaften als erster ins Ziel gekommen. Die beiden für mich wertvollsten DM-Siege sind der B-Jugend-Titelgewinn über 3000m in Berlin 1998 und über 5000m 2002 im Hamburg in der Juniorenklasse. Beide Rennen habe ich im Spurt gewonnen und besonders hauchdünn das 5000m-Rennen in der Jahnkampfbahn.

(3) das "ewige Thema" Hamburger Leichtathletikhalle:
Weiterhin warten wir alle auf den Bau einer Leichtathletikhalle in der Olympiakandidaten-stadt Hamburg. Zwar wurde ein Grundstein für die Halle gelegt und für Planungsarbeiten schon fast 1 Mio. Euro ausgegeben, doch still ruht der See. Aber von Tübingen aus brauche ich nur 20 km zu fahren, um im Sindelfinger Glaspalast zu trainieren.

Dem Hamburger Publikum und dem Hamburger Betriebssportverband fühlt sich Gabius nach wie vor verbunden und plant - wenn auch nicht mehr als Mitglied des Hamburger Leichtathletikverbandes - für 2005 einige Starts in Hamburg, äußert aber auch deutliche Kritik an mangelnder Untersützung durch den Hamburger Leichtathletikverband:

Vielleicht haben einige von Euch dieses spannende Finale (5000m 2002 im Hamburg in der Juniorenklasse) miterlebt, in dem ich die letzten 300m in 39 Sekunden gespurtet und mich mit einigen Zentimetern Vorsprung meinen ärgsten Rivalen besiegte. Selten waren die Zuschauer auf der Jahnkampfbahn so laut und begeistert wie bei unserem harten Fight auf der Zielgerade. Zwar haben sich besonders die Funktionäre des HLV sehr gefreut und mir auch Unterstützung zugesagt. Doch da warte ich auch heute noch darauf.

Am 7. November starte ich bei einem internationalen Cross in Gent/Belgien und am 27.11. bei den Deutschen Crossmeisterschaften in Bremen auf der langen Distanz, um mich dann für die Cross-Europameisterschaften auf Usedom am 12.12. zu qualifizieren.

Erstmals im neuen Tübinger Trikot werde ich am 8.1.2005 beim Cross der Asse in Bergedorf laufen. Bis Ende März werde ich fast täglich im Alstertal oder in den Walddörfern mein Trainingspensum erfüllen. Und in Hamburg treffen wir uns dann Ende August beim 10km-Alsterlauf zusammen mit mehreren tausend Laufbegeisterten oder beim Hägele-Lauf, den mein Bekleidungssponsor, der Niendorfer Laufladen, veranstaltet.

Vielen Dank für die Eure Unterstützung und Veröffentlichungen.

Nicht vergessen möchte ich den Hamburger Betriebssport bedanken. Auf der Horner Rennbahn beim BSV-Cross bin ich 1996 nach langer Wettkampfpause wieder gestartet und dies war für mich die Initialzündung, um dann richtig Leistungssport zu betreiben.

In Tübingen werde ich nicht blitzschnell zu einem Schwaben. Ich bin und bleibe ein Hamburger aus dem Alstertal. Und ich hoffe vielen Hamburgern eine Freude zu bereiten, wenn ich bei den Männern das schaffen werde, was ich als Jugendlicher oder Junior geschafft habe: bei Deutschen Meisterschaften ganz vorne zu sein. Und hoffentlich bei wichtigen internationalen Meeetings im A-Läufen kräftig mitzumischen.


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