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25. Möbel Kraft Marathon 2010: Zieleinlauf. (c) Bildvorlage NDR/Marco Maas
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Kolumne vom 29.04.2010: Hamburg-Marathon, Teil 3: Szenen vom Spitzensport

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Info Kalender1 Veranstaltungen 10 Bild(er)

Welche Spitzenläufer zu einem Marathon eingeladen werden, ist häufig mehr oder weniger sorgfältig "choreographiert". Da gibt es die "Hasen" oder Tempoläufer, die von vornherein nicht ins Ziel laufen dürfen, die "Neulinge", die für wenig Antrittsgeld das Feld vollmachen, den nationalen Star (am Sonntag Martin Beckmann), und den prominenten Leistungsträger. In Hamburg war das ein paar Mal Julio Rey (wenn seine finanziellen Forderungen erfüllbar waren). Und schon fünf Mal war Wilfried Kibet Kigen dabei. Noch nie war ihm der Sieg gelungen. Da er die mit drei Minuten Abstand schnellste persönliche Bestzeit unter den Geladenen hatte, standen die Chancen gut, dass er endlich, im sechsten Anlauf, seinen publikumswirksamen Sieg einfahren konnte, sozusagen nach Plan. Interessanter wird es aber, wenn es zu Planabweichungen kommt. Nicht Kigen alleine mit einem Tempomacher, sondern gleich eine zwölfköpfige Spitzengruppe passierte km 10 mit 0:30:02 in einem Tempo, das auf einen Streckenrekord hindeutete. Die meisten in der Gruppe liefen also anfangs sozusagen deutlich über ihre Verhältnisse. Auch bei km 14 (Foto) war die Gruppe noch zusammen, ebenso hinter der Kennedybrücke (km 16) und wurde erst zu km 20 hin langsamer. Die Halbmarathonmarke passierte Kigen in 1:03:56 - das wäre dann "nur noch" eine 2:08 geworden. Eigentlich wollte er im Vorfeld unter 2:08 bleiben - und eine 2:07:irgendwas hätte den Marathon zumindest einen Hauch "ganz großen Sport" verpasst. Um das, nebenbei bemerkt, ins Bild zu rücken: seine Durchgangszeit war nur 17 Sekunden langsamer als der Hamburger Halbmarathon- Rekord von 1997... Ungefähr drei Minuten hinter Kigen folgte Martin Beckmann, der die Kamikaze- Aktion nicht mitgemacht hatte, sondern nur etwas unter seiner Bestzeit anging. Damit lag er bei km 10 schon fast eine Minute zurück. Genützt hat ihm diese verhältnismäßige Vernunft nichts. Kurz hinter Halbmarathon stieg er aus dem Rennen aus und lief wütend auf dem Bürgersteig auf und ab. Ein "schwarzer Tag in Hamburg" sei es gewesen, schreibt er auf seiner Website und ärgerte sich über den Wind, einen ungleichmäßig laufenden Tempomacher und eingreifende DLV- Kampfrichter. - Während er noch fluchte, setzten sich beim Eppendorfer Baum Urige Arado Buta und Beyene Zerea Beraki von der Gruppe ab - und der theoretisch um einiges schnellere Kigen musste gar abreißen lassen. Kigen konnte aber aufholen, war auf der Rothenbaumchaussee fast wieder vorne (Bild 1, Bild 2) und die 40 km Marke passierte er in 2:02:36 nur noch vier Sekunden hinter Buta (02:02:32). "Zwei Kilometer vor dem Ziel wusste ich, dass ich noch gewinnen kann. Ich habe mich auf mein Rennen konzentriert und wollte unbedingt gewinnen. Aber es war hart, weil vorne immer wieder auf das Tempo gedrückt wurde", sagte Kigen später dazu. Auf den letzten 500m gelang ihm dann dasselbe, was 25 Minuten später bei den Hamburger Meisterschaften zwischen Hendriksen und Bekakcha noch einmal passieren sollte: Als zurückliegender Favorit legte er einen Schlussspurt auf der Zielgeraden vor dichtgedrängtem Publikum hin - und gewann knapp. Ganz knapp. Kigen: 2:09:22, Buta 2:09:27. Buta hatte soeben seine Bestzeit um vier Minuten verbessert - und seinen Marktwert sicher ebenfalls, war aber trotzdem nicht zufrieden: "Ich bin etwas enttäuscht. Aber ich bin zufrieden, es war ein gutes Rennen für mich. Immerhin habe ich meine Bestzeit verbessert". Von der ganz großen internationalen Liga sind beide natürlich immer noch vier Minuten entfernt. Das ist eben das, was in Hamburg "drin" ist (und mehr als 2009). -
Bei den Frauen gelang der Siegerin Sharon Cherop (Kenia) ein ähnlicher Leistungssprung wie Buta, und mehr noch der Zweiten Bruktayit Eshetu Degefa (Äthiopien), hier beide hinter der Kennedybrücke noch zusammen. Nach km 20 war Cherop vorne allerdings ziemlich alleine. Bei km 40 war sie eine Minute vor Degefa. Beide unterboten dann mit 2:28:38 und 2:29:48 erstmals die 2:30 Marke - eine persönliche Verbesserung um 4 bzw. 11 Minuten. Die knapp als Favoritin gehandelte Elizabeth Chemweno (F2) - hier zusammen mit den beiden ersten der Hamburger Meisterschaft (Bekakcha (15404) und Hendriksen (mit Sonnenbrille) hinter der Kennedybrücke - musste sich mit der "Holzmedaille" zufriedengeben.

Die Top 10 der Gesamtwertung Männer:

1. Wilfred Kigen, KEN, 2:09:22
2. Urige Arado Buta, NOR, 2:09:27
3. Beyene Zerea Beraki, ERI, 2:10:06
4. Justus Kipchi Kiprono, KEN, 2:10:16
5. Kosgei Matthew Kibowen, KEN, 2:10:57
6. Ignacio Caceres, ESP, 2:12:49
7. Regis Bordier, FRA, 2:22:31
8. Alvaro Jimenez, ESP, 2:23:48
9. Vincent Nothum, LUX, 2:27:35
10. Magnus Kreth, ASV Duisburg, 2:28:27

Frauen
1. Cherop Sharon, KEN, 2:28:38
2. Degefa, Biruktayit Eshetu, ETH, 2:29:48
3. Beata Naigambo, NAM, 2:33:00
4. Elizabeth Chemweno, KEN, 2:33:24
5. Tetyana Mezentseva, UKR, 2:34:24
6. Selina Chemunge Chelimo, KEN, 2:37:20
7. Alemitu Bekele, BEL, 2:37:35
8. Lilian Chelimo, KEN, 2:40:41
9. Kajsa Berg, SWE Huddinge AIS Friidro, 2:45:25
10. Johanna Kykyri, FIN, 2:46:10


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