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29. Wilhelmsburger Insellauf 12.4.2009 - Startaufstellung 10 km Lauf
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Kolumne vom 02.10.2009: Schummeleien beim Hamburg-Marathon, zum dritten: Die erschwindelte WM- Qualifikation der Kerstin Metzler-Mennenga (Update 16.10.)

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Es mutet fast wie eine theatralisch- dramatische Steigerung der Spannungskurve an, wie das (für 2007) längst erledigt geglaubte Thema "Pfusch & Co." beim letzten Conergy Marathon Hamburg jetzt, fast ein halbes Jahr nach dem Rennen, nochmal eine Steigerung erfährt. Wir erinnern uns: begonnen hatte alles mit einem Beinahe- Eklat um einen Hamburger Betriebssportläufer. Dessen "Abkürzer" führte zu einer gemilderten sechsmonatigen Verbandssperre, zumal er bereits während des Rennens über seinen Ausstieg informiert hatte. Wohlwollend konnte man seinen Wiedereinstieg nach Abkürzung und Zieldurchlauf noch durch marathontypische Desorientiertheit erklären. Bei der nächsten Steigerung, dem Schummel- Routinier Jürgen Findeisen konnte man das nicht mehr annehmen. Selbst sein ehemaliger Verein, unter dessen Namen er damals unkorrekterweise immer noch startete, sah sich veranlasst, eine Art Art Spottschrift über sein Ex- Mitglied ins Web zu stellen.
Die nächste Steigerung ist nun der gestern öffentlich gewordene Fall Kerstin Metzler- Mennenga (siehe dazu auch unsere gestrige Nachricht im Ticker).
Die Liechtensteiner Sportlerin, laut ihrem IAAF Profil mit einer 10000m Zeit von 36:57.24 auf gutem Vereinsläuferinnen- Niveau, aber noch weit von einer internationalen Qualifikation entfernt, strebte offenbar nach höherem, nämlich der Qualifikation für die Marathon- Weltmeisterschaft in Osaka, für die sie eine 2:5x Zeit benötigte. Diese lief sie angeblich auch bei ihrem erst zweiten Marathon, wie es der Liechtensteiner Olympische Sportverband schrieb, 2007 in Hamburg. Ihre Online- Urkunde, die - Korrektur!: immer noch abrufbar ist (Stand 13.10. abends) dürfte allerdings wertlos sein. Grund: Mitte Januar suchte sie in verschiedenen Internet- Foren, unter anderem auch bei Laufen-in-Hamburg.de, unter dem Pseudonym "Stefanie Mertens" und dem Vorwand einer wissenschaftlichen Studie nach Läufern, die eine Zielzeit von 2:47-2:49 laufen könnten. Der Hintergedanke: sie übergab diesem Läufer - im Hamburger Fall war ihr "Opfer" M. von der LG HNF - ihren Chip, den er dann zusätzlich zu seinem eigenen tragen sollte und der irgendwelche Messdaten für die angebliche Studie erfassen sollte. So kam es dann auch: M. lief die gewünschte 2:52:14 brutto - die Zwischenzeiten auf seiner Urkunde gleichen denen auf der von Metzler- Mennenga fast wie ein Ei dem anderen - und sie erhielt die ersehnte Qualifikation vom Liechtensteiner Verband und wurde feierlich zum Osaka-WM-Marathon verabschiedet. Korrektur: Den lief sie am 2.9.2007 tatsächlich selbst, ging gemächlich auf eine 3:05 an, und wurde mit 3:11 53. von 57 Teilnehmerinnen in. (siehe Ergebnisliste. Verblüffend, dass sie ausgerechnet auf der Weltmeisterschaft gemächlich anging, trotzdem einen leichten Einbruch erlitt - und nur 4 Wochen später in Berlin erneut mit einem weit ambitionierteren Zeitziel an den Start gegangen sein will:

Ans Tageslicht kam alles, als Metzler Mennenga noch einen draufsetzen wollte und sich mit einer 2:4X Zeit beim Berlin- Marathon eine Qualifikation für die Olympischen Spiele in Peking 2008 erschwindeln wollte. Ihre Methode war dieselbe: sie inserierte in verschiedenen Foren - u.a. dem laufszene-berlin.de Forum von Helge Schröter- Janssen (Webmaster von lauftreff.de) unter dem Pseudonym "Stefanie Mertens" und fand dort Christian Neumann als "Chipträger". Der allerdings wunderte sich, warum er die laut Ergebnisliste sehr gleichzeitig in 2:42:21 mit ihm eingelaufene Metzler-Mennenga beim Zieleinlauf nicht gesehen hatte, dachte sich seinen Teil über den zweiten Chip an seinem Schuh und informierte den Veranstalter. Metzler Mennenga berief eine Pressekonferenz ein und gab dort zu, nicht selbst gelaufen zu sein - nicht ohne allerdings Geschichten über dubiose Drittpersonen aufzutischen: die angebliche Stefanie Mertens solle angeblich nicht sie selbst gewesen sein. Das sollte sich aber bei Bedarf durch eine Gegenüberstellung Metzler- Mennengas mit ihren beiden "Chipträgern" und/oder eine technische Adressanalyse der Internet- Suchanzeigen klären lassen. -

Eigentlich paradox: Der Championchip, der ansonsten dabei Hilfe leistet, Betrüger zu überführen (da bei "Abkürzern" Zwischenzeiten in der Ergebnisliste fehlen), hat diese spezielle Form des Betruges überhaupt erst möglich gemacht - unterstützt durch eine gewisse Bequemlichkeit der Veranstalter, die sich bei der Erstellung der Ergebnislisten häufig fast völlig auf die genommenen Chip-Zeiten verlassen und nicht mehr prüfen, ob tatsächlich ein Läufer mit der dazugehörigen Startnummer durchs Ziel gelaufen ist, und anscheinend auch auf automatische Auswertungen der Chip- Zwischenzeiten verzichten, mit denen Doppelgänger oder "kleine Abkürzer", die Weltrekordzeiten zwischen zwei Chipmatten gelaufen sein müssten, auffallen würden.

Übrigens: Nicht nur Marathonläufe sind betroffen. Als beim Alsterlauf (10km) 2006 außer der Reihe (und eigentlich mehr als Machbarkeitsdemonstration gedacht) für jeden einzelnen Kilometer Zwischenzeiten genommen wurden, fielen dort mehr als ein Dutzend Teilnehmer mit fehlenden Zwischenzeiten auf. Der Veranstalter sprach sie der Reihe nach an - die meisten gaben sehr schnell und sehr kleinlaut ihre Schummeleien zu.

Nachtrag 16.10.: Der Liechtensteiner Olympische Sportbund hat Metzler-Mennenga für Olympia und die Kleinstaatenspiele lebenslänglich gesperrt. Ihre Beschuldigungen Dritter hat sie zurückgenommen - über ihren Anwalt. Mehr unter www.vaterland.li/page/newsticker/detail_fl.cfm?id=1689 .





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